Hanno-Peter-Preis der DGKM e.V.

Gewinner des Hanno-Peter-Preis 2015

Die Bekanntgabe der Gewinner und die Übergabe des Hanno-Peter-Preis 2015 erfolgte am 28. September 2015 im Rahmen des 11. Europäischen Katastrophenschutzkongresses durch den Präsidenten der DGKM Herrn Prof. Dr. Leo Latasch.

Herr Dr. med. David A. Back vom Bundeswehrkrankenhaus Berlin in Zusammenarbeit mit Nils Kasselmann (cand. med.), Prof. Dr. med. Jörg-Wilhelm Oestmann und Prof. Dr. med. Christian Willy wurde mit dem 1. Platz ausgezeichnet. Die Arbeit umfasste die Entwicklung, Implementierung und Evaluation einer interdisziplinären Vorlesungsreihe zur Einsatz- und Katastrophenmedizin mit begleitendem e-Learning Kurs für Studierende der Humanmedizin. Die bisherigen Anstrengungen, Katastrophenmedizin in der Ärzteschaft zu implementieren, waren eher an bereits ausgebildeten Ärzten ausgerichtet. Medizinstudenten frühzeitig für die Thematik zu sensibilisiert und ggf. später auch für ein Engagement im Bereich der Katastrophen- medizin zu begeistert, ist das Herausfordernde an einem solchen Unterrichtsfach.

Herrn Norman Hecker wurde mit dem 2. Platz augezeichnet. Der Titel lautet: Intermingled Skin Grafting – „Die Chinesische Methode“ Eine Behandlungsmethode Schwerstbrandverletzter im Individualfall und unter Katastrophenbedingungen. Diese Methode besteht aus einer Mischung von flächigen Fremdhaut-Sheets, durchsetzt mit kleinen autologen Hautinseln. Auf Grund des Immundefizits des Schwerstbrandverletzten wird der allogene Anteil zunächst toleriert und nach Erholung abgestoßen. Die Indikation zum Einsatz der Methode sind insbesondere großflächige (>60% TBSA) Verbrennungen. Der wesentliche Vorteil des ISG-Verfahrens ist die Senkung der Letalitätsrate großflächig Brandverletzter, da durch den sofort verfügbaren Hautersatz die Verbrennungswunden frühzeitig gedeckt werden können.

Die von Herrn Dr. med. Robert Wunderlich eingereichte Arbeit „Das deutsche Engagement in der humanitären Hilfe aus medizinischer Sicht, eine webbasierte Studie“ erreichte den 3. Platz. Ziel Dieser Studie war es herauszufinden, wie medizinische Kräfte und Rettungskräfte als potentielle Einsatzkräfte den momentanen Stand der humanitären Hilfe deutscher Organisationen bewerten, wie sie selbst auf humanitäre Einsätze vorbereitet sind und was sie gegebenenfalls daran hindert an diesen teilzunehmen.

Wir gratulieren allen Preisträgern!