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Kooperative Notfallbevorratung
Kommunale Notfallbevorratung für Großschadensereignisse
In allen Großstädten und Kreisen wird ein Ergänzungsvorrat mit Arzneimitteln, Medizinprodukten und Sanitätsmaterial für die akute präklinisch-medizinische Versorgung beim Massenanfall von Patienten am Schadensort geschaffen.
1 Versorgungsset für 40 Notfallpatienten
1 Antidot-Set für 50 - 100 Vergiftungspatienten (einschließlich des Rettungspersonals)
1 Set für 20 Verbrennungspatienten.
Diese Notfallvorräte werden in Containern verpackt und bei den Rettungsdiensten der Kommunen und Landkreise zentral und jederzeit verlastbar bereitgestellt. um im Bedarfsfall schnell eine größere Materialreserve zu ermöglichen.
Klinikbevorratung der Bundesländer
Bei ausgewählten Krankenhausapotheken werden schwerpunktmäßig dezentrale Vorräte an Arzneimitteln und Medizinprodukten angelegt. Die Vorräte werden breit gestreut, sind schnell über ein logistisches Netzwerk verfügbar und werden sachgerecht verwaltet. Durch Umwälzung im klinischen Betrieb wird ein Verfall der Vorräte vermieden.
Koordinierte Antidota-Vorräte
Unter Nutzung aller bereits verfügbaren Ressourcen bei den Pharmazeutischen Herstellern, der Chemischen Industrie, der Bundeswehr und der Apotheken sollten regionale Antidota-Depots, die sich u. a. am Gefährdungspotenzial ihres Einzugsbereiches orientieren. Die nicht effektive Minimal-Bevorratung der Öffentlichen Apotheken gem. ApBetrO sollte aufgegeben werden; stattdessen sollten die Landesapothekerkammern in die Antidota-Bevorratung eingebunden werden.
Zivilschutzbevorratung des Bundes
Es sollten 8 bis 10 zentrale Depots mit Arzneimitteln, Medizinprodukten und Sanitätsmaterial konzipiert werden. Eine Zivilschutzbevorratung, die die Notfallbevorratung der Bundesländern für den Katastrophenschutz ergänzt, könnte einen erheblich geringeren Umfang haben als in der Vergangenheit.
Zivil-militärischen Zusammenarbeit im Gesundheitswesen
Die Vorräte an Arzneimitteln, Sanitätsmaterial und medizinischem Gerät der Bundeswehr werden bei Großschadensereignissen und Katastrophen zur Verwendung im zivilen Bereich verfügbar gemacht werden. Eine gemeinsame Lagerung der zivilen und militärischen Notfallvorräte wäre zu überlegen.
Vorräte bei der Pharmazeutische Industrie
Ein Teil der Vorratshaltung könnte auch in Form von „roll on - roll off - Vorräten“ auf ausgewählte Hersteller von Arzneimitteln und Medizinprodukten verlagert werden. Diese Notfallbevorratung könnte stufenweise zusätzlich produziert werden. Dabei werden nur die Kosten für Verzinsung und Lagerhaltung den Herstellern vergütet werden. Die Vorräte werden permanent umgewälzt, so dass kein Verfall entsteht. |